In plenissima gloria

Cappella Stravagante, Kathrin Freyburg

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Kurzübersicht

CAPPELLA STRAVAGANTE In plenissima gloria
Geistliche Solokantaten - Alte Musik auf historischen Instrumenten


Kathrin Freyburg (Gesang), Julia Prigge (Violine I), Margit Reinicke (Violine II), Stefano Macor (Viola), Laurie Randolph (Gitarre, Viola da Gamba), Reinhard Eger (Violoncello),
Christian Hagitte (Blockflöte, Cembalo), Als Gast: Johann Martin Krampe (Violone)


Brilliante, farbenprächtige Musik in einer ausdrucksstarken, enthusiastischen Interpretation der „Cappella Stravagante“, Ensemble für Alte Musik, Berlin.


TT 52:16 Min., Bestellnummer pT-1162, EAN 4250523311626, VÖ primTON 2017


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Cappella Stravagante: In plenissima gloria - pT-1162

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Artikelbeschreibung:

Details

CAPPELLA STRAVAGANTE
In plenissima gloria
Geistliche Solokantaten - Alte Musik auf historischen Instrumenten

Claudio Monteverdi (1567-1643): Laudate Dominum (Psalm 150, Instrumentalfassung Christian Hagitte)

Christian Ritter (ca. 1645-1725): O amantissime Jesu. Kantate für Sopran, Streicher & B.c.

Antonio Sartorio (ca. 1630-1680): Salve mi, Jesu. Kantate für Sopran, Streicher & B.c.

Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736): Laetatus sum in his (Psalm 121)
Stantes erant pedes nostri
Illuc enim ascenderunt tribus
Quia illic sederunt sedes
Propter fratres meos
Gloria Patri
Sicut erat in principio

Antonio Vivaldi (1678-1741): In turbato mare irato. Kantate RV 627
Aria: In turbato mare irato (G-Dur)
Recitative: Splenda serena
Aria: Risplende bella, divina stella (a-Mol)l
Aria: Alleluja (G-Dur)

 

CAPPELLA STRAVAGANTE
Kathrin Freyburg - Gesang
Julia Prigge - Violine I
Margit Reinicke - Violine II
Stefano Macor - Viola
Laurie Randolph - Gitarre, Viola da Gamba
Reinhard Eger - Violoncello
Christian Hagitte - Blockflöte, Cembalo
Als Gast: Johann Martin Krampe - Violone

 

Für diese CD hat die „Cappella Stravagante“ fünf geistliche Solokantaten eingespielt, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert in Italien und Deutschland geschrieben worden sind. Es sind meisterhaft komponierte Werke – brilliant, farbenprächtig und ausdrucksstark – und sie wollen mit Spielfreude und Enthusiasmus in all ihren Facetten zum Leuchten gebracht werden. Inhaltlich geht es hier um die Freude über das Leben, die Liebe zu Gott und auch um die menschliche Sehnsucht nach Erlösung vom Leid.
In der barocken Komposition geht die Musik mit dem Wort eine innige Verbindung ein: Beide fügen sich harmonisch in ein größeres Ganzes und werden auf diese Weise zum lebendigen Ausdruck von himmlischer Schönheit und göttlicher Kraft.

Laudate Dominum in sanctis eius“ – zu Beginn erschallt das Lob Gottes in einer sehr lebendigen Vertonung des 150. Psalms von Claudio Monteverdi (1567–1643). Der Komponist stellt die vielen Musikinstrumente, mit denen zu Gottes Ehren musiziert werden soll, zum Teil mit musikalischen Figuren dar, und der Sänger deklamiert den Psalmtext über einer rhythmisch präsenten Basslinie. Beim „Alleluja“ am Ende des Stücks löst sich diese straffe Form zugunsten rhythmisch sehr freier, virtuoser, fast opernhaft anmutender Koloraturen auf. Das Werk, ursprünglich für die schlichte Besetzung Solostimme und Generalbass komponiert, ist auf dieser CD in einer Bearbeitung für die Cappella Stravagante von Christian Hagitte zu hören.

Es folgt die Solokantate „O amantissime sponse Jesu“ von Christian Ritter (ca. 1645–1725). Es ist ein Werk von tiefem, innigen Ausdruck, das eine sehr abwechslungsreiche Form hat: Mal erklingt die Gesangsstimme gemeinsam mit einem vollen fünfstimmigen Instrumentalsatz, dann wiederum wechselt sie sich mit dem Instrumentalensemble ab – es gibt Partien, die nur vom Generalbass begleitet sind und auch rezitativische Elemente. Christian Ritter wirkte als „Cammer Musicus“ und als Hoforganist in Halle und zeitweise auch als Kapellmeister in Dresden. Ab 1688 war er in Stockholm als „Kgl. Schwed. würcklicher Capellmeister“ tätig. Seinem kompositorischen Schaffen wird ein bedeutsamer Einfluss auf Bach und Händel beigemessen.

Antonio Sartorio (ca. 1630–1680) galt als einer der führenden Opernkomponisten Venedigs. Von 1666 bis 1675 war er Kapellmeister am Hofe von Hannover und von 1676 an bis zu seinem Tode wieder in seiner Heimatstadt, als „Vice Magistero da Capella“, an der Markuskirche.

Salve mi Jesu“, eine der schönsten Kirchenkomposi- tionen Sartorios, ist nach Motettenart in einzelne Teile gegliedert, die jeweils einen Textabschnitt behandeln. Oft wird jede Phrase der Singstimme mit einer tongetreuen Wiederholung durch die Streicher beantwor- tet. Eine ähnliche Anlage findet sich auch in Sartorios Opernarien. Der Text der Kantate „Salve mi Jesu“ ist nichts anderes als ein auf offenbar gerade protestantische Verhältnisse angepasstes „Salve Regina“: So stehen etwa am Schluss statt der Worte „O dulcis virgo Maria“ nun die Worte „O dulcis Jesu salvator“. Es ist allerdings nicht gesichert, ob diese Änderung vom Komponisten selbst vorgenommen wurde.

Der Komponist Giovanni Battista Pergolesi (1710–1736) wirkte in Neapel. Während seines kurzen Lebens schrieb er viele im 18. Jahrhundert außerordentlich erfolgreiche Opern, Oratorien und geistliche Werke, darunter das berühmte „Stabat Mater“. Die Psalmvertonung „Laetatus sum in his“ zählt zu seinen eher unbekannteren Werken, aber auch hier ist die für ihn typische musikalische Handschrift erkennbar: Seine Melodien sind elegant und ohrenfällig und mit plastischen Begleitfiguren untermalt.

Die letzte Kantate des CD-Programms mit dem Titel „In turbato mare irato“ stammt aus der Hand von Antonio Vivaldi (1678–1741). In der Komposition, die dramatisch, virtuos und geschmeidig zugleich ist, verschafft sich Vivaldis lebhaft-spontanes Temperament Gehör – trotz des eher sehr schlichten Textes. Im Mittelsatz wird der Seelenfrieden besungen, den derjenige findet, der im Bewusstsein der Vergänglichkeit seinen Blick auf das Göttliche richtet. Zum Lob Gottes wandelt sich die Stimmung im anschließenden „Alleluja“ dann in große Lebendigkeit und Freude.