Kirnberger Sonaten

Adelheid Krause-Pichler (Flöte), Armin Thalheim (Cembalo)

Verfügbarkeit: sofort lieferbar

15,00 €
Inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

-ODER-

ODER

Kurzübersicht

Johann Philipp Kirnberger: Sonaten für Flöte und Cembalo.


Aufnahmen PICAROmedia 2008 Grunewaldkirche Berlin.
TT 65:11 Min., Best.-Nr. AV 2100262, GTIN (EAN) 4101380102622, VÖ Ars Vivendi 2008.



Download-Button

Kirnberger Sonaten - AV2100262

Klicken Sie doppelt auf das obere Bild, um es im voller Größe zu sehen

Verkleinern
Vergrößern

Mehr Ansichten

  • Kirnberger Sonaten - AV2100262
  • Kirnberger Sonaten - AV2100262 Backcover

Artikelbeschreibung:

Details

Johann Philipp Kirnberger (Kompositionslehrer der Prinzessin Anna Amalia von Preußen): Sonaten für Flöte und Cembalo

  • Sonate Nr. 6 in G-Dur
  • Sonate Nr. 4 in e-Moll
  • Sonate Nr. 7 in G-Dur
  • Sonate Nr. 9 in g-Moll
  • Sonate Nr. 1 in C-Dur

 

Johann Philipp Kirnberger
Der Komponist und Musiktheoretiker J. Ph. Kirnberger gehörte in Berlin, besonders im Umfeld der preußischen Königsfamilie, zu den renommiertesten Persönlichkeiten seiner Zeit.
Geschätzt für sein immenses Wissen und die vielfältigen Lehrwerke über Fugenlehre und Kompositionstechniken, verfolgte er das Ziel, die Lehre seines Lehrers Joh. Seb. Bach mit der galanten Schreibweise seiner Zeit zu vereinen.
Neben der Ausbildung bei J. S. Bach erhielt er Unterricht bei J. P. Kellner und C. H. Graun. Kirnberger wurde 1721 in Saalfeld/Thüringen geboren und starb, nach mehr als 25 Dienstjahren am preußischen Hof in Berlin 1783.
1751 kam er als Instrumentalist in die Potsdamer Hofkapelle Friedrich II., wechselte 1754 als Kammermusiker nach Rheinsberg zu Prinz Heinrich, dem Bruder des Königs und war seit 1758 bei der Schwester Anna Amalia von Preußen, Äbtissin von Quedlinburg, als Musiker und Kompositionslehrer angestellt.
Für die Prinzessin richtete er die bekannte Berliner „Amalien-Bibliothek“ ein, durch die uns die wichtigsten Bach-Autographe erhalten worden sind, wie auch weitere Werke herausragender Zeitgenossen.

Befreundet war er mit den Bach-Söhnen Philipp Emanuel und Friedemann Bach , sowie mit Johann Nikolaus Forkel und dem Mathematiker Leonard Euler.
Er verfasste alle wichtigen Musikartikel in Johann Georg Sulzers Enzyklopädie „Allgemeine Theorie der schönen Künste“.
Seine Kompositionen sind weniger bekannt geworden, denn seine Neider sorgten dafür, ihn als Bach-Epigonen abzustempeln und so seinen Stil als altmodisch und nicht zeitgemäß abzuwerten. Der Nervenkrieg mit den Theoretikern der sog. „Berliner Schule“ sowie Intrigen am Hofe führten zu einer schweren Krankheit und überschatteten seine letzten Lebensjahre.

Viele seiner Kompositionen gelten als verschollen und auch die zehn Flötensonaten, die als Manuskripte in der Staatsbibliothek zu Berlin zu finden sind, wurden selbst in großen Musiklexika bisher nicht erwähnt und sind daher weitgehend unbekannt.
Dabei zeigen gerade diese Sonaten Johann Philipp Kirnberger als souveränen Komponisten galanter, empfindsamer Kammermusik, der sich durchaus dem Geschmack der Zeit und dem virtuosen Standard des Flötenspiels verpflichtet zeigt. Die Sonaten G-Dur und g-Moll erschienen erstmals 1761, verteilt in verschiedene
Ausgaben der Wochenschrift „Musikalisches Allerley“, weitere Sonaten erschienen 1767 in Berlin im Druck. Die genauen Entstehungszeiten der Sonaten sind nicht bekannt, vermutlich wurden sie aber wesentlich früher komponiert, denn der Berliner Musikgeschichtsschreiber Marpurg berichtet 1754 von Kirnbergers Werken als: „lat. Messen, Fugen, Klavier-Konzerten, Trios und Solos etc. für Flöten und Violinen“.
Demnach könnten die Sonaten bereits während seiner Dienstzeit in Potsdam 1751 – 1754 entstanden sein. Hiermit wäre einerseits der Bezug zum  Flöteninstrument, des hier als Violinisten wirkenden Kirnberger, durch den abendlich konzertierenden König Friedrich II zu erklären, als auch andererseits die stilistische Nähe zum durchaus modern ausgerichteten Carl Philipp Emmanuel Bach.
Adelheid Krause-Pichler

Adelheid Krause-Pichler
studierte Flöte und Musikwissenschaft in Freiburg/i.Br. und Berlin. Ihre Lehrer waren Prof. Heinz Hoefs (Hochschule für Musik Berlin), Eberhard Blum (Gruppe Neue Musik Berlin), Prof. Nikolaus Delius (Hochschule für Musik Freiburg) und Andreas Blau (Berliner Philharmoniker). Meisterkurse rundeten die Ausbildung ab, u. a. im Fach Traversflöte bei Hans-Martin Linde. Von 1976 bis 1997 unterrichtete die Musikerin als Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Berlin, der Hochschule der Künste Berlin und an der Universität Rostock. 1985 bis 1997 leitete sie das Instrumentalensemble des Schulmusik-Fachbereichs, das mit Konzerten unbekannter Kleinmeister in Österreich, Italien und Deutschland auf sich aufmerksam machte. Zahlreiche Konzerte im In- und Ausland, sowie Rundfunk-, Schallplatten- und  CD-Einspielungen zeugen von solistischen Interpretationen barocker, frühklassischer und moderner Flötenliteratur. Mit einer Dissertation über den frühklassischen Komponisten Jakob Friedrich Kleinknecht promovierte die Flötistin zum Dr. phil. und hat seither etliche Bücher über Komponisten des 18. und 20. Jahrhunderts publiziert sowie das Handbuch Querflöte (Bärenreiter-Verlag, Kassel) mitherausgegeben. Für ihr Engagement für unbekannte Komponisten und Komponistinnen erhielt sie 2004 das Bundesverdienstkreuz am Bande.
www.krause-pichler.de

Armin Thalheim
wurde in Kamenz geboren. Umfangreiche Studien der Kirchenmusik erfolgten zwischen 1958 und 1969 in Dresden und Leipzig. Nach dem 4. Platz im Fach Orgel (1968) errang Armin Thalheim 1972 den 2. Preis im Fach Cembalo zum Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig. In Berlin wurde er anschließend Meisterschüler bei Prof. Hans Pischner an der Akademie der Künste und bereist seit über 30 Jahren mit großem Erfolg fast alle Länder Europas, Japan, Indien, Mexiko und Kuba als Solist und Kammermusikpartner. Er besuchte Meisterkurse für Alte Musik bei Z. Ruzickova, H. Dreyfus, K. Gilbert und G. Leonhardt. Neben seiner Konzerttätigkeit ist er als Improvisator tätig, komponierte Lieder und Instrumentalstücke für Cembalo, Klavier und Orgel. Er spezialisierte sich besonders auf die Interpretation Alter Musik und die Verwendung historischer Tasteninstrumente ohne das Klavier zu vernachlässigen: Von 1996 bis 2000 war er Korrepetitor an der Palucca-Schule in Dresden. Armin Thalheim unterrichtet seit 1974 Improvisation und Cembalo an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin und von 1996 bis 2008 das Fach Improvisation an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Viele CD-Einspielungen und aktuelle Publikationen im Radio, Fernsehen und der Presse zeugen von den vielfältigen Aktivitäten des Künstlers.
www.armin-thalheim.de