Concerto Brandenburg

Concerto BrandenburgConcerto Brandenburg wurde 1998 in Berlin gegründet. Sein Repertoire umfasst Musik von der Zeit des Barock bis zur Romantik mit Schwerpunkten auf Komponisten der Wiener Klassik sowie Werken barocker Komponisten der Berliner Schule, deren Wiederbelebung sich das Ensemble intensiv widmet. Wechselnde, der Literatur angepasste Besetzungen mit historischem Instrumentarium sind charakteristisch für Concerto Brandenburg: Der Individualität des Musikwerks folgend variiert das Auftreten vom Quartett über verschiedene Kammermusik und Barockorchesterbesetzungen bis hin zum groß besetzten romantischen Orchester.
Die Interpretationen im Sinn der historischen Aufführungspraxis verlangen neben technischer Virtuosität eine besondere Sensibilität für den Charakter des Musikwerks. So erreicht das Ensemble eine bei Musikkennern inzwischen hoch geschätzte Annäherung an authentische Klangerlebnisse. Dabei sind die Wahl der Instrumente, Bögen und Saiten sowie die Verwendung historischer Stimmungen ebenso ausschlaggebend wie die Erkenntnisse aus dem Studium historischer Quellen. Die klanglichen Ergebnisse überzeugen – sie begeistern sowohl Musiker als auch Zuhörer.
Concerto Brandenburg arbeitet mit namhaften Interpreten wie Christine Schornsheim, Ludger Remy, Alexander Bader und Doerthe Maria Sandmann zusammen. Dirigenten und künstlerische Leiter waren zuletzt vor allem Jörg-Peter Weigle, Christoph Stöcker und Christian-Friedrich Dallmann. Große Beachtung fand die CD-Einspielung „Preußischer Barock“ mit Werken von Friedrich II., J. J. Quantz, Christoph Schaffrath, C. H. Graun und C.P. E. Bach.
In Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Chor Berlin, dem Staats- und Domchor Berlin sowie der Berliner Singakademie hat sich Concerto Brandenburg auch als Klangkörper chorsinfonischer Werke profiliert. Die Passionen und das Weihnachts-Oratorium J. S. Bachs, G. F. Händels „Messiah“, W. A. Mozarts Requiem, Joseph Haydns „Die Schöpfung“, L. v. Beethovens „Missa solemnis“ und Claudio Monteverdis „Marienvesper“ wurden unter anderem im Konzerthaus am Gendarmenmarkt und in der Berliner Philharmonie aufgeführt.
In Darmstadt spielte das Orchester C. M. v. Webers „Freischütz“ erstmals in Europa auf historischen Instrumenten. Eine intensive Zusammenarbeit pflegt Concerto Brandenburg außerdem mit dem Goethe-Theater in Bad Lauchstädt, dessen Produktion von W. A. Mozarts „Don Giovanni“ auch im Rahmen von Gastspielen in Bad Kissingen, Bayreuth, Bonn, Schwetzingen und Fellbach viel Beachtung fand.
Bereits zweimal wurde Concerto Brandenburg vom Bundespräsidenten als musikalischer Botschafter Deutschlands ausgewählt. So begleiteten Ensemblemitglieder Johannes Rau auf seiner Reise nach Madrid zum spanischen König, vor Königin Elisabeth II. konzertierte das Orchester bei ihrem Deutschlandbesuch in Berlin. 2006 war Concerto Brandenburg zu Gast beim spanischen „Festival de Musica Antigua de Úbeda y Bazea“, 2007 folgte es einer Einladung nach Barcelona in den Palau de la Música Catalana, 2008 nach León.
Ein weiterer Höhepunkt war die 2003 bis 2007 veranstaltete Konzertreihe Aufführungspraxis im Dialog: Die Sinfonien Ludwig van Beethovens, ein gemeinsames Projekt von Concerto Brandenburg unter der Leitung von Jörg-Peter Weigle und der Neubrandenburger Philharmonie unter der Leitung von Stefan Malzew. Die neun Konzerte in der Konzertkirche Neubrandenburg, in deren Rahmen die Interpretationen der Beethoven-Sinfonien auf historischem und modernem Instrumentarium konzertant gegenübergestellt wurden, fanden bei Publikum und Kritik große Resonanz.
Concerto Brandenburg hat sich in der traditionsreichen und lebendigen Musikkultur der Hauptstadt Berlin und der Region Brandenburg in nur wenigen Jahren als Institution etabliert. Das Orchester behauptet erfolgreich seine Präsenz und Beliebtheit in der anspruchsvollen regionalen Konzertszene und genießt mittlerweile auch deutschlandweit und international unter Kennern der Alten Musik eine kontinuierlich wachsende Reputation.
(Mehr unter www.concerto-brandenburg.de)

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