Moyseowicz, Gabriela

Als Gabriela Moyseowicz, geboren in Lwow/Lemberg, die Uraufführung ihrer ersten größeren Komposition, einem Konzert für zwei Klaviere, an der Musikhochschule in Krakow erlebte, war sie gerade 13 Jahre alt. Nach dem Besuch des Chopin-Lyzeums für Musik mit dem Schwerpunkt Klavierspiel studierte sie an den Musikhochschulen in Krakow und Katowice Komposition. Gabriela Moyseowicz schloss ihre Studien als 23-Jährige mit dem Magister Artium ab. In der Zeit von 1967 bis 1974 erhielt sie mehrere staatliche Aufträge, trat seit 1960 in Konzerten als Pianistin auf, um vor allem eigene Werke zu präsentieren.
Die kulturpolitisch hoffnungslose Situation zwang Gabriela Moyseowicz, 1974 Polen zu verlassen, da man seinerzeit Musik mit experimentellen Effekten vorzog, was sie bereits in ihrer Magisterarbeit abgelehnt hatte. Das kompositorische Schaffen der Komponistin ist umfangreich und vielfältig. Es umfasst Werke für Orchester, Chor, Kammermusik-Ensembles, Klavier und Soloinstrumente. Uraufführungen finden sowohl in Rundfunk als auch in öffentlichen Konzerten in verschiedenen Ländern statt. Bisher wurden zwei CDs produziert: Westend Classics, Berlin 2003 (Schattensymphonie für großes Orchester, Stabat Mater für Soli, Chor und Orchester, Sonata Polska für Violine und Klavier, Sonate für Violoncello und Klavier, Concatenatio-Sonate Nr. 8 für Klavier) und aulos MusiKado, Köln 2006, auf der Gabriela Moyseowicz eigene Klavierwerke eingespielt hat.
Die Kompositionen von Gabriela Moyseowicz sind konsequent atonal gehalten und nicht mit einem anderen Stil zu vergleichen. Die klassische Gestaltung der Musik wird gewahrt, aber individuell umgeformt. Melodien im herkömmlichen Sinne sind nicht vorhanden, als charakteristisches Stilmittel wird eher eine glockenartige Zusammensetzung von Tönen erkennbar.

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