TAPAS - Leckerbissen für Blockflötentrio

Ensemble Dreiklang Berlin

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TAPAS - Leckerbissen für Blockflötentrio
Ensemble Dreiklang Berlin: Irmhild Beutler, Martin Ripper, Sylvia Corinna Rosin (Blockflöten/Recorders)


TT 69:14 Min., Bestellnummer pT-1251, EAN 4250523312517, VÖ primTON 2019


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Ensemble Dreiklang Berlin: TAPAS - pT-1251

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Artikelbeschreibung:

Details

Tapas - Leckerbissen für Blockflötentrio

ENSEMBLE DREIKLANG BERLIN
Irmhild Beutler, Martin Ripper, Sylvia Corinna Rosin
Blockflöten/Recorders

1. Whirlwind
Sylvia Corinna Rosin (geb. 1965), © 2013 Universal Edition A.G., Wien

2. Parrots of the Carribean
Sylvia Corinna Rosin, © 2013 Universal Edition A.G., Wien

3. Gooseberry Fool
Irmhild Beutler (geb. 1966), © 2018 Universal Edition A.G., Wien

Klezmer-Hits
Arrangement: S. C. Rosin, © 2018 Universal Edition A.G., Wien
4. Mazeltow
5. Halleluya
6. Kol dodi
7. Tumbalalaika
8. Schabbes sol sajn
9. Hava nagila

10. Crêpe Suzette
Irmhild Beutler, © 2013 Universal Edition A.G., Wien

11. Pirates of the Carribean
Klaus Badelt/Hans Zimmer/Geoffrey Zanelli, Arr. S. C. Rosin, © 2013 Walt Disney Music (USA) Co

Carlos Gardel (1880-1935): 3 Tangos
Arrangement: S. C. Rosin, © 2018 Universal Edition A.G., Wien
12. Por Una Cabeza
13. Golondrinas
14. Tomo Y Obligo

15. Irish Coffee
Arrangement: S. C. Rosin, © 2018 Universal Edition A.G., Wien
Fairies’ - The Irish Washerwoman - Johnny from Gandsey - Sally Gardens - Musical Priest

16. Rêverie
Sylvia Corinna Rosin, © 2015 Universal Edition A.G., Wien

Flötenuhr
Joseph Haydn (1732-1809)
17. Andante
18. Menuett
19. Vivace
20. Menuett

21. Le Tic-toc-choc ou les Maillotins
Franҫois Couperin (1668-1733)

22Two in One upon a Ground - Ground in d
Henry Purcell (1659-1695) 

23. Le Coucou
Louis-Claude Daquin (1694-1772)

24. Tango op. 165 No. 2
Isaak Albéniz (1860-1909)

25. Miss Tipsy
Irmhild Beutler (geb. 1966), © 2018 Universal Edition A.G., Wien

26. La Paloma
Sebastián Yradier (1809-1865), Arrangement: S. C. Rosin, © 2018 Universal Edition A.G., Wien

27. The Honeymooner
Irmhild Beutler, © 2018 Universal Edition A.G., Wien

28. Gypsy
Arrangement: Sylvia Corinna Rosin, © 2011 Moeck Musikinstrumente e.K., Celle

ENSEMBLE DREIKLANG BERLIN
Irmhild Beutler, Martin Ripper, Sylvia Corinna Rosin
Blockflöten/Recorders

Aufnahme/Recording: Mai 2016 und Januar 2017
Aufnahmeleitung/Recording Supervisor: Christian Hagitte
Toningenieur/Sound Engineer: Christian Hagitte
Digitalschnitt/Digital Editor: Roman Pogorzelski
Einführungstext/Program Notes: Irmhild Beutler
Übersetzung/Translation: Juliana Bendandi

 

Tapas - ursprünglich aus Andalusien kommend, aus einer besonders warmen und sonnenverwöhnten Gegend, haben sich die kleinen Köstlichkeiten inzwischen längst über die Grenzen Spaniens hinaus ausgebreitet. Traditionell genießt man sie als Appetithäppchen mit einem Glas kühlen Weißwein, Bier oder Sherry vor dem Abendessen, doch Tapas schmecken so köstlich und vielseitig, dass sie sich auch für eine ganze Mahlzeit eignen oder für ein reiches Partybuffet.

Ensemble Dreiklang Berlin präsentiert mit dieser CD ein musikalisches Buffet blockflötistischer Leckerbissen mit einem Geschmack von Sonne, Lebenslust und Spielfreude. Kleine Kostproben von Kompositionen von Sylvia Corinna Rosin und Irmhild Beutler werden umrankt von eigenen Arrangements und Einrichtungen weltbekannter Köstlichkeiten.

Sylvia Corinna Rosin (geb. 1965) schrieb neben ihren längeren, teilweise von der Musik der nordamerikanischen Indianer inspirierten Stücken für Blockflötenorchester (The River, Bear Heart, Dance of Joy, Towards the Sun u.a.) auch einige kurze Fantasiestücke für Blockflötentrio, von denen drei auf dieser CD serviert werden: Whirlwind (Wirbelwind) und Parrots of the Caribbean (Papageien der Karibik) sind temperamentvoll dahinstürmende Stücke, während die Rêverie (Träumerei) ruhig und verträumt dahinfließt.

Irmhild Beutler (geb. 1966) ist bekannt mit Kompositionen und Arrangements für Blockflötenensembles in allen Größen (z.B. The Great Pumpkin für 3 Spieler, Glückspilz für 7 Spieler, Seemannsgarn, Nachtschwärmerei, El sol y la Luna für Blockflötenorchester). Auf dieser CD erklingen die drei humoristischen Ragtimes Gooseberry Fool (ein englisches Dessert aus Stachelbeeren und Sahne), Miss Tipsy (Fräulein Schwips) und The Honeymooner (Der/die Hochzeitsreisende), außerdem Crêpe Suzette, benannt nach dem legendären hauchdünnen Eierkuchen, der, mit Orangenlikör getränkt, flambiert zum Nachtisch gereicht wird.

Die Klezmer-Hits Mazeltow (Glückwunsch!, Hochzeitslied), Halleluya (Lobet den Herrn!), Kol dodi (Lieber Freund), Tumbalalaika (jiddisches Volkslied), Schabbes sol sajn (Sabbat-Lied) und Hava nagila (Auf, jubelt und freut euch!) gehören zu den beliebtesten jüdischen Traditionsliedern. Sie werden bei fast allen Feiern gesungen, getanzt und musiziert. Die Besetzung der normalerweise drei- bis fünfköpfigen Klezmer-Band (Klezmer heißt auf Jiddisch Musiker, gemeint waren ursprünglich Berufsmusiker) variierte im Laufe der Jahrhunderte je nach lokalen Gegebenheiten: Im 17. und 18. Jahrhundert kamen Flöten, Streichinstrumente, Trommeln und Hackbrett zum Einsatz, im 19. Jahrhundert Blechbläser und Klarinette, im 20. Jahrhundert außerdem Saxophon, Klavier und Schlagzeug.

Das rhythmisch prägnante I’m a Pirate (Ich bin ein Pirat) von Klaus Badelt ist das bekannteste und meistgespielte Stück aus der Filmmusik zu Pirates of the Caribbean (Fluch der Karibik).

Carlos Gardel (1880-1935) wurde in Frankreich geboren und kam mit 11 Jahren nach Argentinien. Er wuchs unter ärmlichen Bedingungen als Vorstadtkind in dem von Immigranten überschwemmten Buenos Aires auf. Gardel stand zunächst in der Volkslied-Tradition der Gauchosänger und gilt als der Begründer der Tangolied-Tradition. Besonders durch seine Filme wurde er zum berühmtesten Tangosänger und -komponisten der Welt. Er starb auf dem Höhepunkt seiner Karriere während einer Tournee durch Kolumbien bei einem Flugzeugabsturz. Ensemble Dreiklang Berlin spielt auf dieser CD drei seiner Tangos: Por Una Cabeza (Für einen Kopf), Golondrinas (Schwalben), Tomo Y Obligo (Ich trinke und lade ein).

Irish Coffee trinkt man in Irland aus langstieligen vorgewärmten Gläsern. Die Kombination aus Whiskey, heißem süßen und starken Kaffee mit einer Haube aus halbfester Schlagsahne ist äußerst herz- und magenerwärmend - nur der relativ hohe Preis verhindert, dass man davon süchtig wird. Die irischen Hornpipes und Reels Fairies’ (Von den Feen), The Irish Washerwoman (Die irische Waschfrau), Johnny from Gandsey (Johnny aus Gandsey), The Musical Priest (Der musikalische Priester), hat Sylvia Corinna Rosin zu einer Suite von Tanzmelodien zusammengestellt, die das berühmte Liebeslied Down by the Sally Gardens (Unten bei den Gärten Sallys) umranken.

Von der Mitte des 18. bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts waren Flötenuhren äußerst beliebt und fanden sich in jedem Fürstenkabinett. Sie wurden von einer Uhrfeder angetrieben und besaßen als Klangkörper Flöten, ähnlich einem Orgelregister. Alle bekannten Komponisten schrieben Stücke für diese Musikmaschinen, u.a. Carl Philipp Emanuel Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Auch Fürst Esterházy, der Herr und Gönner Franz Joseph Haydns (1732-1809), besaß eine große Sammlung dieser mechanischen Spieluhren. Haydn schrieb wahrscheinlich alle seine Stücke für das Laufwerk für Esterházys Flötenuhren. Auf der CD erklingen aus der umfangreichen Sammlung vier Sätze: Andante, Menuett und Trio, Vivace und Menuett.

François Couperin (1668-1733) komponierte Le Tic-Toc-Choc ou Les Maillotins als Cembalostück. Maillotins bedeutet Hämmerchen. Im 14. Jahrhundert wurden so Pariser Bürger genannt, die sich gegen neue Steuern auflehnten und mit kleinen Holzhammern bewaffnet waren. Tic-Toc-Choc ist sicherlich lautmalerisch gemeint – den motorischen Rhythmus des Stückes kann man als das Hämmern mit diesen Werkzeugen deuten.

Henry Purcell (1659-1695) war Organist an der Westminster Abbey und der Chapel Royal und danach königlicher Instrumentenverwalter. Neben seinem Hofdienst komponierte er für die öffentlichen Theater Londons (Dido and Aeneas, King Arthur, The Fairy Queen u.a.). Er gilt als der erfindungsreichste und vielseitigste Komponist im England der Barockzeit. Die Chaconne Two in One upon a Ground schrieb er für seine „semi-opera“ Dioclesian (1690) als ein Moment der Besinnung zu Beginn des dritten Aktes nach den turbulenten Szenen in den ersten beiden Akten. Die beiden Oberstimmen sind über dem ostinaten Bass im Kanon geführt. Im Ground in d erklingt neben dem ostinaten Bass außerdem ein ostinates Motiv als Mittelstimme.

Louis-Claude Daquin (1694-1772) versetzte am Cembalo schon im Alter von sechs Jahren Ludwig XIV. in Erstaunen. Mit acht Jahren wurde er Schüler des berühmten Louis Marchand. Daquin war hoch angesehen als improvisierender Virtuose, er bekleidete in Paris die bekanntesten und wichtigsten Organistenämter, mit 45 Jahren wurde er an die Chapelle Royale berufen. Sein Cembalostück Le Coucou stammt aus dem Premier livre de pièces de clavecin (Paris 1735).

Der spanische Komponist und Pianist Isaac Albéniz (1860-1909) verbindet in seinen Klavierkompositionen spanische Folklore mit Lisztscher Virtuosität. Sein berühmter Tango stammt aus España. Sechs Albumblätter für Klavier op. 165 (1890).

Einer der wichtigsten Vertreter des spanischen Liedes ist Sebastián de Yradier (1809-1865). Neben seiner Arbeit als Komponist gab er auch Gesangsunterricht – seine bekannteste Pariser Schülerin war Kaiserin Eugénie. Er komponierte u.a. die Habanera El arreglito, die Georges Bizet in der Oper Carmen verwendete. Yradiers berühmtestes Lied La Paloma (Die Taube) ist mit unterschiedlichsten Textierungen in vielen Ländern der Welt bekannt; gesungen wurde es unter anderem von Enrico Caruso, Elvis Presley, Hans Albers (im Film Große Freiheit Nr. 7) und Freddy Quinn. Kaiser Maximilian hörte das Lied bei seiner Uraufführung in Mexiko und war so angerührt, dass er bei seiner Hinrichtung am 19. Juni 1867 als letzten Wunsch äußerte, bei den Klängen von La Paloma sterben zu wollen.

In Gypsy schließlich hat Sylvia Corinna Rosin zwei als ‚Zigeunerweisen’ bekannte Melodien für Blockflötentrio arrangiert.

Wir wünschen allen einen ‚guten Appetit’ beim Hören der CD! Für diejenigen, die die eine oder andere Köstlichkeit der CD selbst einmal mit eigenen Flöten zubereiten möchten: die meisten der Stücke sind bereits in Notenausgaben erschienen und im Musikalienhandel erhältlich.

Irmhild Beutler